Bombenfund in München! (oder auch nicht)

Gute Güte, war das ein Chaos heute morgen.

Bin aufgestanden, habe mich fertig gemacht und bin dann vor dem Weg zum Bahnhof noch schnell an den Computer um meine Mails zu prüfen. Prompt erreichten mich doch gleich 3 Nachrichten vom Störungsmelder der S-Bahn München. Die erste: Bombenfund, Streckensperrung Laim-Donnersbergerbrücke. Dann kam kurz darauf eine weitere, in der stand, wie die S-Bahnen fahren, welche wo endet etc. In der dritte und letzten, ca. eine Stunde später um 5:45 Uhr kam dann die letzte Mail, in der es hieß, dass die Sperrung wieder aufgehoben sei und die Züge bis auf Folgeverspätungen wieder planmäßig fahren.

Gut, dachte ich mir, das ist dann ja kein Hindernis mehr, ist eh schon 7:10 mittlerweile. Also mach ich mich nichtsahnend auf den Weg zum Bahnhof in Mammendorf. Guckte dann hin und sah, dass die S-Bahn noch nicht da war. War wohl eine kleine Verspätung (erstaunlicherweise hat die S-Bahn, wenn sie mal Verspätung hat, meistens am Dienstag eine), die wird wohl gleich kommen. 7:24 sollte es theoretisch losgehen, aber das ging nicht. Schließlich kam eine Durchsage, dass es zu Verspätungen kommt. Darauf noch eine: “Sehr geehrte Fahrgäste an Gleis 6, in Kürze fährt ein: Regionalbahn aus Augsburg zur Weiterfahrt nach München. Fahrgäste nach München nutzen bitte diesen Zug. Auf Gleis 7 fährt in Kürze ein: eine S-Bahn aus München; diese fährt als Kurzzug wieder zurück nach München.”

Der absolute Wahnsinn, der Mammendorfer Bahnhof war vollgestellt mit Menschen und die Bahn schickt ernsthaft nur einen einzigen Wagen. Klar, war schon hier an der Endstation gerammelt voll. An meinem Zielbahnhof (nur wenige danach) ging fast gar nichts mehr, wie waren froh, draußen zu sein. Ca. 30 Minuten Verspätung hatte die S-Bahn und ich in der Schule.

Zum Schluss kam jetzt dann sogar heraus, dass es sich nicht mal um eine Bombe handelte. Der Metallschrott hatte lediglich dummerweise diese Form. Aber ich sags mal so: allem Ärger zu trotz, Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sicher, es hat viele Verspätungen und Verärgerungen gegeben, aber wenn das jetzt echt eine scharfe Bombe, möglicherweise aus dem zweiten Weltkrieg, wie sie schon öfter in München gefunden wurde, und sie würde im schlimmsten Fall hochgehen, wenn gerade eine S-Bahn vorbeifährt (sie wurde bei Grabungen an der neuen kommenden Haltestelle “Hirschgarten” gefunden), wäre das viel fataler gewesen, als ein paar Chefs, die sich über ihre verspäteten Mitarbeiter ärgern.

Greetz,
Wozzap

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