Nächste Station: Zukunft – Die Baureihe 440

db-logoWas für ein Glück: Eben vorhin noch geschrieben, ich habe eine BR 440 hier im Einsatz gesehen, schon kann ich sogar mit einer fahren auf dem Weg nach München. Wollte nur schnell ins Gasteig nach München fahren, um da ein paar Bücher zurückzugeben, warte auf den 15:34er Zug und prompt fährt da sogar ne BR440 ein. Ich konnte es fast nicht fassen: Das Ding sieht verdammt cool aus irgendwie. Die Front ist zwar etwas… naja, keine Ahnung, wie ich das nennen soll, sagen wir mal: komisch. Aber hey, von der Seite und innen ist das Ding richtig cool.

BR 440 in Donauwörth

Schon als der Zug eingefahren kam hat man ihn kaum gehört, ebenso als er bremste und ich einsteigen konnte. Allerdings fiel mir beim Einsteigen ein kleines Problem auf: der Triebzug ist Niederflur. Das ist zwar an einigen Bahnhöfen auf der Strecke von Vorteil, aber am Gleis 6 in Mammendorf und in München nicht. Bin fast in den Zug hinein “gefallen”, weil ich nicht damit rechnete. Aber so tief wars dann doch nicht.

Was mir sofort danach auffiel: Die Klimaanlage. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Doppeldeckern oder Bn-Wägen ist das ein reiner Segen, endlich ist es auch im Sommer angenehm zu fahren in den Zügen. War wirklich schön kühl, fast schon zu kalt im Kontrast zu den draußen herrschenden Temperaturen von fast 30 Grad. Die Türen schlossen sich dann hinter mir mit einem sehr durchdringenden lauten und schnellen Piepen. Habe mir dann einen Platz gesucht, was nicht schwer war, denn der Zug war erstaunlicherweise ziemlich leer.


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Fugger-Express (BR 440) in Mammendorf

Dann ging es los. Der Zug beschleunigte zunächst nur recht sacht, hat aber komischerweise sehr schnell sehr viel Geschwindigkeit bekommen, obwohl man kaum etwas gemerkt hatte. Und schon waren wir auf dem Weg nach München. Die großen Anzeigen im Zuginneren zeigen einem die nächste Station an. Während der Fahrt stand bei mir aber immer recht klein unten nur dort: “München Hbf”, eben die Endstation.

Zur Fahrt kann ich sagen: Wahnsinn. Ich hab noch keinen leiseren Regional-Triebzug erlebt. 423, 425 & 426, go home! Man hört keine Weichengeräusche und keine Motorengeräusche (bzw. nur sehr leise). Leiser ist wirklich irgendwie nur der München-Nürnberg-Express. Aber da das ja nur Bpmz-Wägen an einer BR101 sind, die sonst auch als IC im Fernverkehr fahren zählt das nicht.

Fugger-Express (BR 440; links) und S-Bahn (BR 423; rechts)

Fugger-Express (BR 440; links) und S-Bahn (BR 423; rechts)

Wir nähern uns Pasing. In der Anzeige läuft die Schrift: “Nächste Station: München-Pasing” mit einem schönen Pfeil nach links. Soll heißen, der Ausstieg ist in Fahrtrichtung links. Zudem kam noch eine digitale Ansage, die sich aber nicht sehr computergesteuert anhört. Okay, die Ansage von der Zugbegleiterin kam auch noch, aber nur, weil man in Pasing ja auf diverese Züge umsteigen kann. Gebremst haben wir übrigens sehr angenehm. Kein schneller Ruck oder so.

Kurz vor München erscheint dann in der Anzeige: “Nächste Station: Endbahnhof München Hbf”. Die Ansage sagt dies ebenfalls, aber auch dass man aussteigen soll und für Anschlüsse auf die örtlichen Fahrplanaushänge und Lautsprecherdurchsagen achten solle. Ist aber unnötig, da auch hier die Zugbegleiter standardmäßig einige Anschlüsse durchgeben.

Alles in allem muss ich echt sagen, dass mir das Ding sehr gut gefällt. So merkwürdig wie es immer aussah, wenn er mal vorbeifuhr, so genial lässt es sich fahren da drin. Hat Alstom ganze Arbeit geleistet und einen Schritt in die Zukunft des Regionalverkehrs gesetzt.

Greetz,
Wozzap

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