Kurz. Und Frauen-Power.

Ich fasse mich kurz in diesem Artikel, muss ja nicht immer ein riesiger Roman werden ;-)

Nach meinem verdienten Feierabend bin ich um 19 Uhr mit dem Regionalexpress heim gefahren. Zu meinem Erstaunen allerdings nur ein einzelner ET 440, statt wie sonst (zumindest eben zwischen München und Augsburg) üblich zwei “Mopsgesichter”. Was mich dann innen allerdings noch mehr zum Staunen brachte: die Kapazität hat gerade so gereicht, keiner musste stehen und es waren noch einzelne Plätze frei. Trotzdem war es leicht eng, sollte nicht zu Regel werden.

Es ist mittlerweile üblich, dass die Lokführer (m/w) im Fugger Express das Rollo an der Tür zum Führerraum offen lassen, um den Fahrgästen einen Blick nach vorne auf die Strecke zu gewähren. Das lies heute Abend etwas erkennen, was nicht unbedingt Alltag ist: der Zug wurde von einer Frau gefahren. Und wie so oft üblich: der Fahrstil war alles andere als schlecht.

Kleine Anmerkung meinerseits auch aus dem Arbeitsleben gesprochen: es ist bei weiblichen Lokführerinnen eigentlich sogar Usus, dass sie einen angenehmen (für den Fahrgast, wie auch das Material) Stil auf die Schiene bringen. Fragt mich bitte nicht, woran das liegt, es fällt aber auf. Vielleicht haben sie viel mehr Anspruch an sich selbst, das gut zu machen? Viele meiner männlichen Kollegen sind ja doch ziemlich ungehobelte Klötze, denen alles egal zu sein scheint und nur ihr Geld wollen. Ich glaube Frauen wollen es nicht einfach nur, sie wollen es sich verdienen. Ich weiß es nicht, es verdient aber meine vollste Unterstützung. Daumen hoch! :-)

Das etwas lustige bezüglich der Geschlechteraufteilung war auf dieser Fahrt das Gegenteil zum sonstigen Alltag auf diesen Zügen. Subjektiv empfinde ich eine deutlich weibliche Besetzung der Zugbegleiter. Und es ist extrem selten, mal eine Lokführerin zu sehen. Allerdings brauchte es scheinbar gleich die doppelte männliche Kraft in diesem Zug zum Kontrollieren der Fahrkarten. Es waren gleich zwei Schaffner in dem einem Zugteil unterwegs. ;-)

Viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche,
Benedikt

P.S.: Wie ich beim Aussteigen daheim dann feststellen musste, war die Lokführerin keine Fremde für mich. Wir waren zwei in unterschiedlichen Betrieben, haben aber z.B. in der Berufsschule zusammen gelernt. Was ein Zufall :-D

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