Wofür sitzen Sie eigentlich hier?

“Die Post ist da!” – Naja, so oder so ähnlich jedenfalls schallte es in früheren Zeiten von draußen, wenn der Bote der Deutschen Bundespost vor der Tür stand. Oder heute eben der Zusteller der Deutschen Post AG. Ein kleiner Nostalgiker bin ich schon mal. Das betrifft selbstredend auch die Deutsche Bundesbahn ;)

Völlig unverhofft lag allerdings neulich ein an mich adressierter großer, brauner Umschlag im Briefkasten. Bestellt hatte ich nichts, dennoch sah es so aus, als würde mit Amazon ein Buch schicken. Wenn auch nicht mit der typischen Amazon-Verpackung. (An dieser Stelle möchte ich betonen: ich kaufe meine Bücher alle stets in der guten alten Buchhandlung, nur bei besonderen, seltenen oder speziellen Büchern, die man so nicht findet, konsultiere ich den Versandriesen ab und an.) Absender dieser ominösen Sendung war der Goldmann Verlag in München – kenne ich, klar.

Wofür sitzen Sie eigentlich hier?

Quelle & Copyright: Goldmann Verlag

Immer noch irritiert, was mich im Inneren wohl erwartet, packe ich es aus – das war so ein bisschen wie an Weihnachten, aber mitten im Frühling. Ich zog dann in der Tat ein Buch heraus. Es war ein Exemplarer des Buches “Wofür sitzen Sie eigentlich hier?” vom Autor Andreas Schorsch.

Der Name des Autors sagte mir zunächst kein bisschen etwas – was auch ziemlich logisch war, wie sich später herausstellte. Dem Druckwerk beigefügt war auch noch ein Schreiben. Ich habe dieses Schriftstück bekommen, um es zu rezensieren, die Idee dazu hatte offenbar die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Verlag. Etwas baff war ich da schon, ich hatte schließlich nicht angefragt und – zugegeben – vorher noch nichts von diesem Buch gehört. Dennoch hat jemand dort wohl unseren Blog gefunden oder ist sogar ein Leser von uns und hat sich gedacht: das wäre doch was für die beiden! Habe mich natürlich riesig darüber gefreut und mich auch alsbald daran gemacht, das Buch zu lesen.

Begonnen habe ich das während der Arbeit – ich hatte das Buch mitgenommen für meine dienstliche Gastfahrt von Nürnberg nach München. Da der ICE allerdings so voll war, dass ich nur jemandem den Platz weggenommen hätte, habe ich mich in den Führerstand begeben, in diesem Fall darf ich das. Und das war auch gut so.

Da das ja keine allzu lange Strecke ist, habe ich in dieser Zeit auch nur das Vorwort und das erste Kapitel geschafft. Ich will hier nichts vorwegnehmen über den Inhalt. Fakt ist aber: es ist so unglaublich unterhaltsam und urkomisch, weil man (gerade als Mitarbeiter im Kundenkontakt) weiß, dass der gute DB Station und Service-Mitarbeiter Andreas Schorsch sich seine Geschichten aus den unterschiedlichsten Schichten definitiv nicht ausgedacht hat, sondern das real passiert ist. Er betont dies am Anfang auch immer wieder – auch, dass der wohl am unwahrscheinlichsten klingende Teil der realistischste Teil ist. Ich kann dies aus meinem eigenen Berufsalltag definitiv bestätigen. Möglicherweise finden das gerade auch seine und meine Kollegen am lustigsten, weil wir es 1:1 nachvollziehen können.

An dieser Stelle sei noch die Leseprobe auf der Webseite vom Verlag sehr empfohlen, sie beschreibt bestens, was einen in diesem grandiosen Buch erwartet.

Ich habe das Buch ziemlich schnell “durchgesuchtet” und kann es jedem wärmsten empfehlen, es ist jeden Cent wert! Hätte ich es nicht geschenkt bekommen, dann hätte ich es auf jeden Fall gekauft, ein paar Kollegen haben mir die Empfehlung auch schon gegeben. Es ist einfach nur köstlich, urkomisch und bedenklich realer, als man es zu glauben vermag und der typische Humor der Rheinländer setzt dem allem noch die Krone auf.

Mittlerweile habe ich sogar den Beschluss gefasst, einmal nach Düsseldorf Hbf zu fahren und ein Gespräch zu suchen mit meinem Kollegen Schorsch dort am Service Point.

Nochmals ein riesiges Dankeschön von uns an den Goldmann Verlag, wir haben uns sehr darüber gefreut. Und nun ist aber auch schon Schluss, ihr sollt eure Zeit nicht hier verschwenden mit dem Lesen von Dankesreden, sondern über den Inhalt in dem Buch lachen. Ich habe teilweise sprichwörtlich vor Lachen nach Luft geringt! :D

Viele Grüße von der Schnellfahrstrecke!

Benedikt & Christian

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